Über uns

Die Berliner Forumtheatergruppe rabenschwarz beschäftigt sich mit den Themen Flucht und Migration, ausgehend von Erfahrungen hier lebender Flüchtlinge. Mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten versuchen wir, Handlungsspielräume im täglichen Leben zu erweitern und Impulse für eine konstruktive Konfliktbearbeitung zu finden. Theater ist für uns gleichzeitig eine kulturelle und politische Arbeit.

Was ist Forumtheater?

Forumtheater ist eine partizipatorische Theaterform, die durch andere Namen schon lange bekannt ist, jedoch in den 70er Jahren in Brasilien durch die Tätigkeit des Regisseurs und Theaterpraktikers Augusto Boal an Bedeutung gewann. Das Grundprinzip von Forumtheater ist die Auflösung der Trennung zwischen Zuschauer und Schauspieler in der Entwicklung eines sog. "Zuschauspielers" (spect-actor). Das Publikum wird aufgefordert, in eine bis zum Krisenpunkt dargestellte Szene zu intervenieren und mit Hilfe einer Improvisation einen alternativen Konfliktverlauf zu entwickeln.

The History of rabenschwarz

rabenschwarz wurde im Frühling 2001 im Anschluss an eine Workshopreihe mit Mitarbeitern aus dem Zentrum des Theaters der Unterdrückten (CTO-Rio) aus Rio de Janeiro mit einer Gruppe von Roma-Flüchtlingen in Berlin, in Zusammenarbeit mit den Regionalen Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule (RAA) gegründet. Die Gruppe tritt an unterschiedlichen Orten auf, wie z.B. Schulen, Bildungszentren, Behörden und im Rahmen von anderen politischen oder kulturellen Veranstaltungen.

"Rabenschwarz" wie der Vogel, der für seine anmutslose Größe, scheinbare Hässlichkeit und seinen Ruf als Dieb bekannt ist: Wir wollen mit der Theaterarbeit genau diejenigen in unserer Gesellschaft stärken, die marginalisiert, stereotypisiert und benachteiligt werden. Dadurch, dass wir selbst unsere eigenen Geschichten erzählen und darstellen, werden wir zu den Protagonisten und Autoren unseres eigenen Lebens und unserer Schicksale. Durch das Theater entwerfen wir eine neue Welt!